Kommunikation

– in Verbindung sein
„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ – so sagt man.
Das kann für manche Situationen richtig sein, aber in der Regel stimmt das so nicht.
Es gibt Menschen, die reden den ganzen Tag. Wenn sie dann zusätzlich schlechte Zuhörer sind, im Geiste nur auf ein passendes Stichwort warten, um dann gleich wieder selbst etwas zu sagen, wäre es wünschenswert, wenn sie häufiger schweigen würden.
Viele Missverständnisse und Konflikte entstehen aber eher aus mangelnder oder ungenügender Kommunikation. Beispielsweise gehen wir davon aus, dass der andere genauso denkt wie ich; dass er die gleichen Konsequenzen zieht oder genau weiß, was mir wichtig ist. In Paarbeziehungen gehen häufig die Frauen davon aus, dass ihre Männer genau wissen, was sie sich wünschen oder brauchen – leider können die wenigsten Männer jedoch Gedankenlesen und ticken vor allem ganz anders, als Frauen.
Da ist Reden eindeutig die bessere Variante.
Doch auch bei der direkten Kommunikation gibt es so viele Dinge zu beachten, bei denen wir Fehler machen können. Das gesprochene Wort spielt dabei allerdings die geringste Rolle.
Viel wichtiger als die richtige Wortwahl sind der Ton, der Blick, Mimik, Gestik, Körpersprache und die Energie und Intention, in der etwas gesagt wird. Selbst wenn wir nichts sagen, können wir demnach nicht nicht kommunizieren.
KI kennt nur das Wort. Je mehr wir uns also bei der Kommunikation auf die künstliche Intelligenz verlassen, umso reduzierter und am Ende ungenauer wird die Botschaft, die wir eigentlich vermitteln wollen. Die Worte mögen perfekt sein, aber gerade das Unperfekte lässt den Charakter und die Seele durchscheinen.
Um die eigene Kommunikation zu verbessern, gibt es Hilfsmittel wie die „Gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshall B. Rosenberg oder das „Ehrliche Mitteilen“ nach Gopal Norbert Klein, das Körperempfindungen und Emotionen mit einbezieht. Am Ende steht und fällt jede Kommunikation jedoch mit dem Bewusstsein, der Intelligenz und der Herzensgüte beider Menschen – da nützt auch kein Modell.
Mit Hilfe der Meditation lernen wir nach Innen zu schauen, eigene Bedürfnisse zu erkennen, Muster zu durchschauen, Wunden zu heilen und liebevoller mit uns und unseren Mitmenschen zu sein.
„Du hast teilweise Recht.“ (Friedensforscher Daniele Ganser)

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